Die Heimreise vom #NBAtrip gestaltete sich schwer. Von Chicago über New York nach Düsseldorf. Foto: David Nienhaus

#NBAtrip – Tag 5: Heimreise mit Hindernissen – Langeweile in New York

Hektik und reges Treiben blieb der Reisegruppe „NBA“ am Donnerstag Morgen in San Antonio erspart. Der Rückflug war auf 14 Uhr angesetzt, wir hatten also Zeit genug, ausgiebig zu frühstücken und die Sachen zu packen.  „Fritz“ verstaut diese kurzerhand im Kofferraum seiner Limousine und setzt sich hinter das Steuer. Fritz ist Taxifahrer, Texaner durch und durch und eine Labertasche.

Er redet und redet und redet. Zum Glück fährt er dabei auch noch Auto. Er ist nicht so sehr für Basketball, erzählt er uns, nachdem wir ihm von unserem Reisegrund berichtet hatten. American Football hat ihn mal interessiert. Aber mit Profisport hat er aufgehört. Also mit dem Konsum desselbigen. Jetzt guckt er ab und an „Fishing. Und Fighting“. Letzteres passt dann doch irgendwie ganz gut zu unserem morgendlichen Trip zum Flughafen und dem, was danach geschah.

Ein kurzer Einblick: Es war ein Kampf, nach Hause zu kommen. Ein Geduldsspiel mit überraschenden Wendungen – im wahrsten Sinne des Wortes – mit Nervenkitzel und dann doch gähnender Langeweile. Einchecken, Gepäck aufgeben, Sicherheitskontrolle über sich ergehen lassen. So weit, so gut. Eine von außen doch etwas älter wirkende Maschine sollte uns über den großen Teich bringen. Von innen dasselbe Bild. Kein Bordentertaiment am Platz? Das gibt es heute noch? Egal. Der Flug ist zum Schlafen gedacht. Kollege Oliver Völkl vom Focus und ich hatten Glück: für jeden zwei Plätze versprachen erholsamen Schlaf.

Wenn da nicht die Ansage vom Pilot gewesen wäre. Draußen war es schon dunkel, wir hatten das amerikanische Festland längst überflogen unter uns nur Wasser: „Ladies and gentelman, this is your Captain speaking!“ DerPilot erzählte uns, er habe technische Probleme in der Hydraulik in den Kerosin-Tanks entdeckt. Hurra. Klingt super. Über Land sei das kein Problem, über dem Atlantik fühlte sich der Captain nicht so sicher. „So I decided that we’ll return to the US and fly to New York.“

What? Drei Stunden Rückflug. Weg vom eigentlichen Ziel. Aber sicher ist sicher. Und es wird ja bestimmt nur ein kurzer Aufenthalt. Pustekuchen. American Airlines zeigte ein katastrophales Krisenmanagment und mäßigen Kundenservice. Um 5h hatten wir festen Boden unter den Füßen, um 7 Uhr sollte es weitergehen. Aus 7 wurde 8. Aus 8 wurde 9. Und die Stimmung bei den Fluggästen wurde nicht besser. Ein Flieger stand am Gate, nur von einer Crew samt Piloten war nichts zu sehen. Der musste aus New Hampshire anreisen.

Umbuchen konnten die Angestellten der Airline nicht. Erst, als ich etwas Druck gemacht habe. Statt in London zu übernachten – die Chancen, den letzten Flieger nach Düsseldorf zu bekommen, war längst verstrichen – wurde ich auf den Flieger um 17.15 Uhr gebucht. Mehr als sieben Stunden Aufenthalt am Flughafen JFK. Puuh. Kollege Völkl saß mittlerweile in der Maschine nach London. Eine Stunde. Bis der Flug komplett gecancelt wurde. Unser Gepäck wurde aus Band gepackt und hätte mich Olli nicht angerufen, meine Tasche wäre wohl noch in NYC.

Wach. Müde. Doch nicht wach. 56 Stunden fast ohne Schlaf. Und dann endlich das Boarding. Mit Air Berlin ging es zurück nach Hause. Fensterplatz ohne Fenster. Dafür ein Monitor am Platz. Egal. Schlafen. Sechs Stunden schlafen. Heimat. Ein, sagen wir, spannender letzter Tag schließt einen insgesamt tollen #NBAtrip ab.  Großer Dank gilt Tom Marchesi, der für die Organisation zuständig war. Und Dank gilt auch Olli Völkl und Ahmet Subasi für die schöne Zeit in den USA.

Die Tweet zur chaotischen Rückreise – chronologisch:

https://twitter.com/ruhrpoet/status/462022710064054273 (( Damit hatte ich so recht!))

https://twitter.com/ruhrpoet/status/462229599481765888 (( immerhin haben die Mavs ohne uns gewonnen!))

Und dann das noch; diese Ankündigung ist der NBA wichtig:
Aktuell duellieren sich die San Antonio Spurs in den NBA-Playoffs mit Dirk Nowitzki und den Dallas Mavericks, im Herbst können Basketball-Fans den 4-maliger Champion live in Deutschland sehen. Im Rahmen der NBA Global Games 2014 treten die Spurs um die Superstars Tim Duncan und Tony Parker in Berlin gegen Alba an. Das Spiel gegen den 8-fachen deutschen Meister findet am 8. Oktober in der im O2 World Berlin statt. Der öffentliche Kartenverkauf für die Spiele in der Hauptstadt beginnt am 2. Mai.

 

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