Erhöhte Temperatur um 3 Uhr morgens

„Defense wins Championships“. Wenn dem so ist, kann sich Dirk Nowitzki wirklich bald den lang ersehnten Titel-Ring über den Finger stecken. Trotz Fieber. Die Dallas Mavericks konnten in der Nacht zum Mittwoch die Finalserie wieder ausgleichen (2:2) und gewannen Spiel vier mit 86:83 gegen die Superstar-Truppe der Miami Heat.

Dabei lagen die Mavs mal wieder zwischenzeitlich mit neun Punkten zurück. Neun Punkte sind aber für die Comeback-Kids (ESPN: „Comeback-older-guys“) keine Hürde, sondern eine Herausforderung. Mit fantastischer Defensive zwangen die Texaner Dwayne Wade, LeBron James und Co. zu etlichen Turnovers. Dirk Nowitzki spielte mit erhöhter Temperatur und sah zwischenzeitlich nicht nur auf dem Court nicht gut aus: Gläsrige Augen, Husten und noch mehr Schweiß als in einer finnischen Sauna. Deutschlands Nationalspieler tauchte nach guter Anfangsphasse fast gänzlich ab, half seiner Mannschaft aber mit guter Rebound-Arbeit. Die Ersatzspieler, die Nowitzki schon in den Partien eins und drei kritisierte, übernahmen Dirks „Ausfall“ und ließen seine mäßige Wurfquote aus dem Feld vergessen.

Aber Dirk wäre nicht Dircules oder der Dirkster, würde er nicht zur richtigen Zeit wieder zurückkommen. 30 Sekunden vor dem Ende der Partie zog Nowitzki gegen zwei Gegenspieler zum Korb und machte die Matchwinning-Pointe (eigentlich wollte ich hier Points schreiben – aber Pointe trifft es doch auch ganz gut). Wenn Dirk (21 Punkte, elf Rebounds) keine Gurken oder Sprossen gegessen hat, oder nicht zufällig in den vergangenen Tagen in Norddeutschland unterwegs war, ist er im Spiel fünf wieder auf dem Court. Ob mit oder ohne Fieber ist den Mavs wahrscheinlich sogar egal.

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