Ein Bergmann im Ruhrgebiet

Eigentlich ist das Zeitalter von Koks und Kohle im Pott längst passé. Die Kumpels haben weitestgehend ausgedient. Nicht so beim VfL. Da schwimmt man gegen den Strom, arbeitet antizyklisch. Da hat der Bergmann das Sagen. Genauer: Andreas Bergmann. Der neue Trainer des Revierklubs wird sich Wortwitze und Namensspielchen – die unter Journalisten eigentlich verpöhnt sind – wahrscheinlich in den ersten Wochen seiner Amtszeit häufiger anhören müssen. Aber auch das geht vorüber. Erst recht, wenn seine Mannschaft malocht.

Der VfL hat jetzt einen Trainer, der namentlich wunderbar ins Revier passt. Und sonst? Bergmann ist weder ein Feuerwehrmann, noch einer der jungen Trainerküken. Er kann gut mit Küken. Bergmann kommt aus dem Jugend- und Nachwuchsbereich und hat bei Hannover und St. Pauli Talente auf den Weg gebracht. Das ist wichtig. Existenziell sogar für den VfL.

Aber Bergmann verfügt auch über Erfahrung im Profigeschäft. Keine beeindruckenden Werte, die zum Niederknien sind. Aber immerhin. Ähnlich wie Thomas Ernst, ehemaliger Sportvorstand der Bochumer, Heiko Herrlich installiert hat, ist Bergmann jetzt ein Mann von Ernst-Nachfolger Jens Todt. Man kann nur hoffen, dass es keine Talfahrt wird mit Bergmann. Und das war jetzt der letzte Namenswitz.

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