… noch 19 Minuten bis zu Statement

Der VfL feuert Funkel. Oder wie es im offiziellen Jargon heißt: Der „VfL Bochum stellt Trainer Friedhelm Funkel frei“. Unglücklich ist Funkel darüber. So unglücklich, wie aus medialer Sicht diese Entlassung gelaufen ist. Erst nach 23 Uhr am Dienstag sickerte die Meldung der Zwangsbeurlaubung Funkels über Sport1 durch – die Vereinsverantwortlichen hatte eigentlich kolportiert, dass am Dienstag keine Entscheidung mehr getroffen wird.  Dementsprechend wurden die Zeitungen ohne diese Meldung in die Briefkästen verteilt. Am Mittwoch – nachdem über dpa (Schwenken) und dapd (Funkel) die Bestätigung schon in der Welt war – hatte sich der Verein immer noch nicht geäußert. Die Entscheidung war längst gefallen.

Jens Todt im Pressegespräch
VfL-Vorstand Jens Todt stellt sich beim Pressegespräch den Journalisten. Der VfL Bochum hatte sich in der Nacht auf Mittwoch von Trainer Friedhelm Funkel getrennt.

Um 11.41 Uhr flatterte eine Einladung für ein Pressegespräch mit VfL-Vorstand Jens Todt ins E-Mail-Körbchen der Journalisten. Um 12 Uhr möge man doch bitte zum Stadion kommen, dann würde Todt ein Statement abgeben. 19 Minuten. 19 (!).

Wenn man in der Nähe des Stadions wohnt, sind 19 Minuten okay. Sogar vier Minuten würden ausreichen. Aber am Ende des Tages ist nicht nur Funkel unglücklich darüber, wie die Entlassung des Trainers gelaufen ist. Ich bin jetzt schon gespannt auf den Kommentar vom Kollegen im Lokalsport Bochum am Donnerstag.

Ein kleines Video von dem Pressegespräch – mit illustren Rentnern als Abgang:

Hier habe ich die wichtigsten Dinge des Pressegesprächs in die Redaktion reintelefoniert:

Bei der Trainersuche des VfL ist „alles denkbar“
Bei der Pressekonferenz des VfL Bochum gab Sportvorstand Jens Todt die Gründe für die Trennung von Friedhelm Funkel bekannt. Jetzt wird mit Hochdruck ein neuer Trainer gesucht. Bei der Suche nach dem Nachfolger gebe es keine Tabus. weiterlesen…

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